Die Reifen sind am e-Bike entscheidend für sicheres Kurvenfahren (Grip), guten Vortrieb (Traktion), kurze Bremswege und den Federkomfort bei holprigem Untergrund. Beim Mountainbike hängt es an kniffligen Stellen von den Reifen ab, ob eine Stelle noch fahrbar ist oder nicht und auch, ob der Reifen widerstandsfähig genug ist, um in bestimmtem Gelände ohne Panne durchzukommen. Reifen sind Verschleissteile und im Verhältnis zum Bike gar nicht so teuer.
Es ist sinnvoll, sich gut zu überlegen, passendere Reifen zu montieren.
Wir kennen einerseits das Angebot verschiedenster Reifentypen und haben andererseits sehr viele Erfahrungswerte von den unterschiedlichsten Kunden und von unserer eigenen Nutzung. Sag uns, wo du fährst und was dir wichtig ist, und wir können dir das für dich passende Produkt empfehlen.
«Reifen Überlegungen» für das e-Mountainbike
- AllMountain und Enduro Bikes, die für anspruchsvolles, ruppiges Gelände spezifiziert sind, haben schwere, grobe Stollenreifen verbaut. Einige Kunden fahren das Bike aber meistens auf Forststrassen und einfachen Trails. Hier ist ein leichterer Reifen, mit besseren Rolleigenschaften und weniger Profil sinnvoller.
- Wir sehen in der Werkstatt Mountainbikes, die mit 3 bar und mehr gepumpt sind. Im Gelände entsteht ein guter Vortrieb dadurch, dass sich der Reifen verformen und dem Untergrund anpassen kann: Grössere Auflagefläche bedeutet bessere Traktion. 1.7 bis 2.2 bar mit Schlauch oder 1.2 – 1.7 bar tubless sind meistens optimal.
- Beim Mountainbike ist im Downhill das Vorderrad sehr wichtig, für guten Grip in der Kurve und beim Bremsen. Es ist daher zu empfehlen, vorne ein etwas gröberes Profil zu fahren als hinten.
- Praktisch alle aktuellen e-Mountainbikes sind tubeless ready, könnten also ohne Schlauch gefahren werden. Ausgeliefert werden sie aber mit Schlauch. Für die Umrüstung braucht es spezielle Ventile (die meistens mitgeliefert werden) und Dichtmilch. Die Dichtmilch sorgt dafür, dass sich kleine Löcher (z.B. durch Dornen) von selbst wieder verschliessen, ohne dass ein Platten entsteht. Tubeless kann man mit weniger Reifendruck fahren, ohne das ein Snakebite (Durchschlagen der Felge, die dann zwei Löcher im Schlauch verursacht) entstehen kann. Der Reifen walkt weniger und bringt somit auf dem Trail ein besseres Fahrgefühl. Für «Gelegenheitsfahrer» ist tubeless weniger empfehlenswert. Typischerweise muss man alle 2 – 3 Wochen den Reifendruck prüfen und etwas nachpumpen.
- Im Rennsport wird oft erst kurz vor Rennstart definitiv festgelegt, welcher Reifen genau gefahren wird, um wirklich optimal für die aktuellen Verhältnisse auf der Strecke gerüstet zu sein. Für den Hobby e-Mountainbiker wäre das natürlich unverhältnismässig. Wenn Du aber das ganze Jahr fährst, ist es eine gute Überlegung, jetzt auf die kalte Jahreszeit hin, wo es viel öfter nass und sumpfig ist, einen adäquaten Reifen für solche Verhältnisse zu montieren.
Und zum Abschluss des Reifenthemas noch ein Hinweis für die Pendler: Wie beim Auto empfehlen wir denjenigen, die auch im Winter durchgehend mit dem e-Bike pendeln, einen entsprechenden Winterreifen zu montieren: weichere Gummimischung, gröberes Profil erhöhen die Sicherheit in der kalten Jahreszeit. Wir beraten dich gerne – komm vorbei!
Bild oben: Pirelli Winterreifen für Stromer
